Ganz nah !

Landläufig bezeichnet man jedes Bild, dass mit einer geringen Entfernung zwischen Fotograf und Objekt (Aufnahmeabstand) entstanden ist, als Nahaufnahme oder Makrofotografie.

Eine Nahaufnahme zeigt grundsätzlich immer nur einen Ausschnitt (Detail), der Gesamt- situation von der der Fotograf  zum Zeitpunkt der Aufnahme umgeben ist. Die Wahrnehmung des Fotografen entscheidet, welches kleine Detail des Ganzen eine eigenständige, in sich geschlossene Situation, als Bild festgehalten wird.

Makrofotografie

Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia)

Die reifen Samen haften noch am Korb der Pflanze

Aufnahmedaten:

08. Mai 2010; 11:45 Uhr; eigener Garten; Abbildungmaßstab ca 1,5:1; Kameraposition ca. 20 Grad Aufsicht; Zangenbeleuchtung bestehend aus dem natürlichen Sonnenlicht von links oben (ca 35 Grad) und einem entfesseltes Blitzgerät  von rechts. Empfindlichkeit 160 ISO; Brennweite 105mm (Makroobjektiv und B&W Nahlinse No.2; Blende 25; Belichtungszeit 1/250 sec. 

Die Aufnahme ist das Ergebnis einer Reihe von Aufnahmen bei denen sowohl die Beleuchtung/Belichtung wie auch die Schärfenebene verändert wurde. Um den Schärfenpunkt präziser festlegen zu können, und sich vor Störungen durch Wind zu schützen wurde der Löwenzahn mit Hilfe eines zweiten Statives fixiert.

Beobachten und Abwarten

 

Makrofotografie

große Könislibelle (Anax imperator)

weibliches Tier bei der Eiablage im seichten Wasser

Aufnahmedaten:

26. Juli 2009; 16:37 Uhr; Kranzberger See; Aufnahmeentfernung ca 60cm; Kameraposition ca 20 Grad oberhalb der Libelle; direkte Nachmittagssonne; Empfindlichkeit: 200 ISO; Brennweite 105mm; Belichtungszeit 1/350 sec; Blende 6,3; Belichtungsmessung Matrix; single-Autofokus; VR aktiviert.

Die Aufnahme entstand am Rande eines beliebten Badesees ca. 35 km nördlich von München. Im Laufe von ca. 2 Stunden entstand eine beachtliche Anzahl Fotos  von heimischen Libellen. Die ganze Zeit habe ich im seichten Wasser, direkt am Schilfgürtel gestanden, beobachtet und fotografiert.

Das Kernstück meiner Ausrüstung für Aufnahmen im Nahbereich ist mein Makro-Objektiv. Die Brennweite von 105mm (dies entspricht bei meiner Kamera einer Brennweite von 157mm zum vollen Kleinbildformat) ermöglicht einen optimalen Aufnahmeabstand. Die hohe Lichtstärke garantiert ein klares und helles Sucherbild. Der Autofokus arbeitet schnell, leise und präzise. Die VR-Funktion erhöht die Schärfe meiner Bilder erheblich. 


Makrofotografie

Tagpfauenauge (Inachis io; Syn.: Nymphalis io)

 

auf Herbstaster Aufnahmedaten: 11. September 2011, 17:14 Uhr; Nikon D-200: Makro-Nikkor 105mm/2,8 AF-S VR; Ringblitzgerät; Belichtungszeit 1/180sec; Blende 7,1; Empfindlichkeit ISO 250; Matrix-Belichtungsteuerung; Blendenvorwahl (um eine gefällige Gesamtbeleuchtung aus Blitz und natürlichem Sonnenlicht zu erhalten. 

 

Handwerkszeug

Der Aufwand, um beeindruckende Ergebnisse im Makrobereich zu erzielen, ist im Gegensatz zur Natur oder Wildlife-Fotografie deutlich geringer. Viele der hier gezeigten Motive habe ich im eigenen Garten oder in näherer Entfernung zu meinem Wohnort entdeckt. Auch der finanzielle Aufwand für das verwendete Kameraequipment ist bei weitem nicht so hoch.

Meine Ausrüstung:

  • digitale Spiegelreflexkamera incl. Speicherkarten und Akkus
  • Makroobjektiv AF-105mm/2,8 incl. VR-Funktion
  • Universalzoom AF-18-70mm/3,5-4,5
  • einfaches Ringblitzgerät incl. TTL-Steuerung
  • leistungsstarkes Kompaktblitz incl. TTL-Steuerung
  • Spiral-Sycronkabel ca. 1,5m
  • Nahlinse +2 Dpt
  • Dreibeinstativ incl. kurzer Mittelsäule
  • faltbarer Aufheller ca. 100cm Durchmesser
  • elektrischer Kabelauslöser

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