Solar-Rasenmäher und Landschaftspflege

Schottisches Hochlandrind (schott.-gäl. Bò Ghàidhealach „gälisches Rind“)

Schottisches Hochlandrind (schott.-gäl. Bò Ghàidhealach „gälisches Rind“)

Entlang der Autobahn A8 zwischen München und Augsburg setzt die private Betreibergesellschaft a+ seit einem guten Jahr auf ein besonders Konzept zur Pflege und Bewirtschaftung der Grünflächen parallel zum Straßenverlauf. Mit Hilfe einer Gruppe von ca. 20 schottischen Hochlandrindern werden die Flächen beweidet und der Bewuchs kurz gehalten.
Solar-Rasenmäher

Highland-Cattel entlang der Autobahn A8

Die ursprünglich aus dem Nordwesten Schottlands und von den Hebriden stammenden Tiere haben im Laufe der letzten Jahrhunderte durch natürliche Selektion die ihnen zugeschriebenen Eigenschaften entwickelt. Das kleinwüchsige und relativ leichte Hochlandrind gilt als gutmütig, robust und langlebig, es eignet sich für die ganzjährige Freilandhaltung und kommt auch über einen längeren Zeitraum problemlos ohne menschliche Unterstützung aus.
Kyloe oder kleine Highlands auf der Isle of Mule

Kyloe oder kleine Highlands auf der Isle of Mule

Anfänglich gab es zwei Rassen, die normalerweise schwarze und etwas kleinere Kyloe, die auf den Inseln des nordwestlichen Schottland lebte, sowie eine eher rötliche und etwas größere Rasse aus den abgelegenen Highlands. Durch Züchtung wurden beide Rassen eins und erlangten die heute vorherrschende rot-braune Färbung.
ein Tier mit einer seltenen graubraune (dun) Fellfärbung

ein Tier mit einer seltenen graubraune (dun) Fellfärbung

Die ersten highland-cattels wurden Mitte der 1970er Jahre als alternative Fleischlieferanten in Deutschland eingeführt (das Fleisch ist cholesterinarm, dei Milch ist mittelrahmig eingestuft). Durch ihr ursprüngliches Aussehen und den gutmütigen Charakter wurden sie schnell zu einem „Hingucker“. Die Tiere etablierten sich und werden heute häufig zur Landschaftspflege sowie im Rahmen von Naturschutz und Umweltprojekten eingesetzt. 
klarer Druchblick...

klarer Druchblick…

Dort, wo die Tiere zur Beweidung eingesetzt werden, führt ihre „Biotoppflege“ zur (Wieder)-Entwicklung vieler Arten. Die Vielfalt an Arten (überwiegend Insekten und Pflanzen) nimmt bereits nach Ablauf des ersten Jahres ihrer „Tätigkeitsaufnahme“ deutlich zu. Generell wird das Konzept, ursprüngliche Rinderrassen vermehrt im Umweltschutz einzubinden immer häufiger umgesetzt. So werden z.B. die Wiesen und Grünflächen im Naturschutzgebiet Ilkerbruch/Barnbruch bei Fallersleben durch Heck-Rinder kurz gehalten.

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